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Montag, 20. November 2006

Destroy All Humans

„Destroy all Humans" bringt endlich mal wieder Humor in die Videospielwelt. Auch ich spiele gerne in düsteren Fantasiewelten oder rette in der Zukunft das Universum. Manchmal möchte ich aber auch einfach nur ein durchgeknallter Alien-Klon sein, der allen widerlichen, primitiven, dümmlichen und vor allem hässlichen Menschen, die Hirnstämme per Analsonde extrahiert.

In ,Destroy all Humans" schlüpft man in die Rolle des Außerirdischen Krypto, der die Aufgabe hat die Menschheit zu vernichten. Spielerisch gestaltet sich das ganze so, dass sie mit ihrer Untertasse in einer Handvoll Levels landen und dort für Chaos sorgen. Die Levels sind dabei ziemlich groß und bei den größeren vergeht durchaus einige Zeit um von einem Ende zum anderen zu laufen. Innerhalb der Levels hat man völlige Bewegungsfreiheit ganz im Stile der GTA-Reihe. Im vergleich zur GTA-Reihe, hat man allerdings nicht so viele Möglichkeiten sich abseits der Handlung zu beschäftigen. Man läuft viel mehr von Mission zu Mission. Diese werden im Level durch gelbe Lichtsäulen markiert und sind sehr abwechslungsreich und witzig designt. Dabei kommen die spezielen Fähigkeiten von Krypto zum tragen. Er kann z.B. menschliche Gestalt annehmen und so getarnt unter den Menschen wandeln, oder sie hypnotisieren und zwingen den Ententanz aufzuführen (nicht gerade nützlich aber äußerst witzig). Technisch ist das Spiel mehr als solide. Zwar gibt es immer wieder aufploppende Bäume etc. aber längst nicht so schlimm wie z.B. bei GTA. Zusätzlich gibt es sehr hübsche und auch witzige Effekte. Wer zum ersten mal mit dem Desintegrator einen Menschen verdampft hat, wird eine halbe Stunde lang mit nichts anderen beschäftigt sein. Auch die Deutsche Synchro ist wirklich gut. Passende Sprecher verleihen den Figuren zusätzlichen Charme. Mein kurz Fazit, wer auf alte Sience Fiction Filme wie ,Krieg der Welten" (nicht die Neuauflage mit Tom Cruise) steht und gerne Kühe per Telekinese in explodierende Lastwagen wirft, der sollte sich diese Spiel unbedingt zulegen. Wer hingegen ein realistisches und spaßfreies Szenario bevorzugt der sollte einen großen Bogen darum machen. Technisch und spielerisch gibt es sonst nichts zu rütteln und als Bonus lässt sich unter anderem ein alter Schwarzweißfilm freischalten, ,Teenager from outer Space".

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