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Mittwoch, 29. November 2006

Fable

Fable ist ein super Rollenspiel. Wobei der Entwicklung des Charakters besondere Aufmerksamkeit gewidmet wurde.

Das Spiel beginnt damit, dass das Heimatdorf des Helden von Räubern überfallen wird. Sein Vater wird getötet seine Mutter und seine Schwester werden entführt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Held noch ein Kind. Ein Fremder nimmt sich seine an und bringt ihn in die so genannte Heldengilde. Im laufe der Ausbildung, die als Tutorial für die Steuerung dient, wächst der Held zu einem jungen Mann heran. Mit Beendigung der Ausbildung geht das Spiel dann richtig los. Für den weiteren Verlauf werden dem Spieler viele Freiheiten gelassen. Dies gilt vor allem für die Charakterentwicklung. Man kann sowohl gute als auch böse Taten vollbringen. Dies Funktioniert ähnlich wie bei Knights of the old Republic. Für gute Taten bekommt man Punkte für die helle Seite, für böse welche für die dunkle Seite. Wie bei KOTOR verändert der Held auch hier sein Aussehen je nach gewählter Seite. Dies ist in Fable sehr gut gemacht da die Einwohner der Welt entsprechend reagieren. Als strahlender Held wird man gefeiert und bejubelt, als Bösewicht gefürchtet. Das erzeugt viel Atmosphäre. Vor allem die Kleinigkeiten machen hierbei eine Menge Spaß. Für besondere Heldentaten, wie z.B. besiegte Bossgegner, bekommt man Trophäen. Diese kann man dann der Bevölkerung zeigen und angeben. Auch die Möglichkeit vor einer Quest auf ein Podium zu steigen und zu sagen: ,Haaaa ich werde den Troll nackt besiegen" oder ,Ich werde ihn besiegen ohne einen einzigen Kratzer abzubekommen", sind sehr schöne Ideen um das Angeber-Gen im Spieler anzusprechen. Solche und weitere Kleinigkeiten gibt es zuhauf, sie zu suchen und zu entdecken, macht einen großen Teil des Spielspaßes aus. Die Spielwelt ist dabei frei begehbar. Die Welt von Fable besteht dabei allerdings aus einzelnen kompakten Abschnitten und nicht aus einer großen frei begehbaren Welt wie z.B. bei Morrowind oder Gothic. Aufträge holt man sich in der Heldengilde am so genannten Kartentisch ab. Dabei werden Haupt- und Nebenaufträge von einander unterschieden. Hauptaufgaben treiben die Handlung voran, Nebenaufgaben steigen das ansehen und den Geldbeutel. Diese Aufgaben werden stets mit einer kurzen Zwischensequenz in Spielgrafik eingeführt und werden dank toller Synchronsprecher stimmungsvoll in den Spielverlauf eingebunden. Dadurch hat man stets das Gefühl etwas echt wichtiges zu tun. Was auch sehr schön ist, ist das sich die Bevölkerung merkt wie ihr eure Aufgaben erfüllt. Schenkt ihr in der Kampfarena eurem Gegner am Ende das leben wird einen die Bevölkerung als gutherzigen Helden feiern. Das Kampfsystem ist sehr Actionreich ausgefallen. Mit der linken Schultertaste wird ein Gegner fest anvisiert und man kann ihn per X-Taste mit Schwert bzw. Bogen angreifen. Zaubersprüche werden ausgeführt, wenn man zusätzlich die rechte Schultertaste gedrückt hält. Die Zaubersprüche sind dann, frei konfigurierbar, auf die Aktionstasten verteilbar. Das System funktioniert sehr gut und ist für ein Rollenspiel mit Echtzeitkämpfen schön dynamisch. Vor allem das Zaubern wird einem dadurch schön leicht gemacht. Da man eine große Anzahl von Sprüchen sehr schnell zur Verfügung hat. Die Erfahrungspunkte die man beim Kämpfen bekommt, spiegeln die Spielweise wieder. Haut man viel mit dem Schwert zu, bekommt man Stärkeerfahrungspunkte, fürs Zaubern Willenskrafterfahrungspunkte und für den Bogen Fertigkeitenerfahrungspunkte. Diese Erfahrungspunkte kann man dann nur für Fähigkeiten der entsprechenden Klasse Einsetzen. Willenskrafterfahrungspunkte kann man also nur für neue Zaubersprüche verwenden. Zusätzlich gibt es noch allgemeine Erfahrungspunkte, die für jede Klasse angewendet werden können. Dadurch entsteht ein individueller Charakter je nach Spielweise. Wirklich Dinge die mich gestört haben gibt es eigentlich nicht. Nur eine Liste von Dingen die ich gerne zusätzlich hätte. Eine frei begehbare Welt wie in Morrowind und Gothic, mehr Waffen und Gegenstände, noch mehr Aufträge, noch mehr Möglichkeiten im primitiven Handelssystem der Spielwelt und ähnliches. Dies sind alles Dinge wo man denkt das währe noch schön gewesen. Zu den zusätzlichen Inhalten kann ich nichts sagen da ich nur die Erweiterte Fassung gespielt habe und daher nicht weiß was alles zusätzlich enthalten ist. Von der Spielzeit her, habe ich beim ersten Durchspielen knapp 20 Stunden gebraucht, wobei ich fast alle Nebenaufgaben gelöst habe. Mir hat Fable sehr viel Spaß gemacht und ist gerade für Leute geeignet, denen Morrowind zu wenig Haupthandlung hatte und die Spielwelt von Gothic zu groß war.

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