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Sonntag, 26. November 2006

Silent Hill

Bevor ich anfange meine Meinung zum Film kund zu tun, möchte auf ein leidiges Thema hinweisen. Survival Horror Spiele und Ich, das passt gar nicht. Ich spiele im grunde alles was mir zwischen die Finger kommt und meistens, so fern gut gemacht, konnte ich bisher jedem Genre etwas abgewinnen. Aber Survival Horror Games sind noch nicht zu mir durchgedrungen. Ganz unbelastet bin ich beim Thema Silent Hill dennoch nicht. Teil 2 habe ich knapp 3 Stunden gespielt und Teil 3 beinahe zu Ende. Aber nun zum Film.

Der Film ist von Christophe Gans, den ich seit Pakt der Wölfe in den rang eine Genies erhoben habe. Mit Silent Hill zeigt er wieder mal, dass Optik in einem Film nicht nur unterstützende Wirkung hat sondern sogar einen ganzen Film tragen kann. Zur Story. Kleines Mädchen schlafwandelt und möchte dann unbedingt nach Silent Hill. Verzweifelte Mutter möchte endlich wieder mal eine Nacht durchschlafen ohne auf das Kind aufzupassen und begibt sich nach Silent Hill. Silent Hill ist eine abgeriegelte Zone da ein unterirdisches Minenfeuer noch immer Zunder hat. Übermüdete Mutter durchbricht die Absperrung und wird von Polizisten verfolgt. Mutter baut Unfall Kind ist weg. Mutter such mit Polizistin in Silent Hill nach Kind. Klingt Simpel und ein bisschen abgedroschen, aber genau da muss man den Machern ein Kompliment machen. Silent Hill ist eine Videospielverfilmung. Storymuster, Handlungsverlauf und Aktionen der Protagonisten funktionieren genau wie in einem Silent Hill Videospiel. Es gibt ein Ziel, nämlich das Kind zu finden und es wird nicht hinterfragt, dass Eigenartige Wesen in einer Stadt voller Nebel, Jagd auf die Helden machen. Jetzt komme ich auf meine einleitenden Worte zurück. Was als Spiel bei nicht funktioniert, klappt als Film umso besser. Ich kann wunderbar in die düstere Stimmung von Silent Hill eintauchen, mich an den morbiden, teilweise regelrecht exzentrischen aussehenden Monstern erfreuen und die brillanten Soundeffekte sorgen sogar für Gänsehaut. Die genialsten Momente hat der Film witziger Weise immer genau dann, wenn er Szenen aus den Spielen kopiert. Ich fahre z.B. total drauf ab, wie die Hauptfigur Rose ein Messer findet, es sich in den Stiefel steckt um kurze Zeit später ein Rätsel damit zu lösen, nur um es kurz darauf wieder zu verlieren, da es ja nicht mehr benötigt wird. Mein Fazit fällt somit klar aus. Eine Videospielumsetzung im wahrsten Sinne des Wortes. Wer auf die Spiele abfährt wird den Film garantiert lieben. Aber auch Silent Hill Verweigerer werden ihre helle Freude haben, sofern sie die Optik von Silent Hill mögen aber dem Gameplay der Spiele nichts abgewinnen können.

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