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Samstag, 6. Oktober 2007

Prey

 

Prey ist ein Shooter der versucht, sich mit frischen Ideen von seinen Genre Kollegen abzuheben. Mein Fazit gleich zu Beginn. Das Spiel ist echt nicht schlecht. Es macht keine unverzeihlichen Fehler. Die Grafik ist wirklich schick. Tolle Lichteffekte, cooler Ekelstil und bizarre Monsterkreaturen verwöhnen ein ums andere mal das Auge. Aber wer Doom 3 und Quake 4 gespielt hat, wird einige Déjà-vus erleben. Kein Wunder gleiche Engine. Die Handlung ist ganz nett, konnte mich aber nicht so richtig fesseln. Erzählt wird aus der Ich Perspektive. Man spielt den Indianer Tommy der die Schnauze voll hat vom Leben im Reservat. Dann kommen plötzlich Aliens und entführen Tommy, seinen Großvater und noch schlimmer, seine Freundin. Durch Zufall kommt man frei und muss sich nun durch das halb mechanisch, halb organische Raumschiff ballern. Im Normalfall brauch ich auch nicht mehr Grund um auf Alienjagd zu gehen. Doch bei Prey sind mir die Figuren zu egal. Tommy z.B. trifft ständig Entscheidungen die ich nicht treffen würde. Z.B. als sein Großvater ihm beibringt dass er als Astralwesen seinen Körper verlassen und so durch Energiebarrieren schreiten kann, will er ihm erklären warum er das kann und dass er noch mehr kann. Doch Tommy sagt is mir egal alles cool aber ich muss weiter mich durchs Raumschiff ballern. Wenn ich alle gerettet habe kannst du mir mehr erzählen. Hallo? Geht’s noch? Warum will diese Depp denn nicht mehr erfahren. Aber egal, ist ja nur ein Shooter. Nun zu den frischen Ideen. Durch den sogenannten Spirit-Walk, kann Tommy also durch Energiebarrieren schreiten. Dann gibt es noch den Wall-Walk. Wer hätte das gedacht, damit kann Tommy an Wand und Decke laufen. An bestimmten Stellen kann Tommy die Schwerkraft umdrehen in dem er auf bestimmte Schalterflächen schießt. Und als letztes, gibt es noch die Portale. Die können an den unterschiedlichsten Orten auftauchen und verbinden zwei verschiedene Orte mit einander. Diese Spielelemente sind oftmals geschickt mit einander zu Rätzeln verbunden und sorgen so für unterhaltsame Kurzweil zwischen den Ballerabschnitten. Diese sind unterhaltsam allerdings nicht fordernd. Denn Tommy hat den Godmode implementiert. Stirb Tommy, gelangt er in eine Geisterwelt wo er mit Pfeil und Bogen die Geister seiner Ahnen Jagd. Kurz danach erscheint er wieder am Ort seines Ablebens. Dafür muss man keine Abschnitte doppelt spielen und speichert nicht ständig. Weitere Abwechslung bringen die Abschnitte in denen man mit einem Raumgleiter in bester Decent Manier durch das Raumschiff fliegt. Um auf mein Fazit zu Beginn zurück zu kommen. Prey ist wirklich ein nettes Spiel. Durch die frischen Ideen spielt es sich ganz flott und regt ein wenig die grauen Zellen an. Die gute Grafik verwöhnt dabei das Auge. Im Endeffekt ist aber vieles zu inkonsequent umgesetzt. Die Rätzel hätten Knackiger ausfallen müssen, die Gegner schlauer und Zäher und die Handlung packender. Wer gerne ballert und dabei ein wenig mit der Schwerkraft spielen will, macht aber nichts falsch.

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