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Donnerstag, 8. Mai 2008

Gejammer eines älteren Zockers

Werden die Spiele immer schlechter, oder werde ich einfach zu alt? In meiner Erinnerung ca. 10 Jahre zurück. Da sind andauernd geniale Spiele erschienen. Wenn ich so an die tollsten Spiele denke die ich damals am PC gezockt habe fallen mir Jagged Alliance 2, Commandos, Diablo 1 und 2, Star Craft, Rollercoaster Tycoon, Transport Tycoon, Age of Empires. Bei erscheinen da waren diese Spiele einfach nur toll. Man hat sie installiert und stundenlangen Spielspaß gehabt. Einfach so. Mit einfach so meine ich, ich hatte kein Gefühl von Abnutzung beim spielen. Heute fühle ich mich beim Spielen oft so, als ob ich meine Zeit verschwende, da alles nur noch eine Variation bereits erlebter Abenteuer ist. Die Zahl der ganz großen Titel nimmt ab und die die am meisten im Voraus bejubelt werden enttäuschen am Ende. Nachfolger werden vereinfacht um mehr dem Massenmarkt zu entsprechen. Schöne Beispiele sind Deus Ex 2, Bioshock und Commandos. Die Spiele sind ja nicht schlecht. Aber ich will mehr, nicht nur mehr Technik und dadurch schönere Optik, sondern mehr Möglichkeiten aufgrund der besseren Technik. Ein GTA z.B. hat damals durch den Sprung in die dritte Dimension einen enormen spielerischen Sprung gemacht. Ein weiterer Sprung wäre es jetzt für mich wenn die Passanten einem Tagwerk nachgehen. Ich eine größere Sichtweite habe und mehrere verschiedene Automodelle dargestellt werden können. Wenn ich mich umdrehe sollen die alten Daten nicht aus dem Speicher gelöscht worden sein. Das sind Innovationen durch Technik. Stattdessen kriegen wir in der Regel neue hübschere Grafik mit einem bewerten Spielkonzept. Die alten Spieler die schon vieles gespielt haben werden durch diesen stetigen Aufwärmprozess immer mehr ermüdet. Wer wie ich nicht gerne Online im Multiplayer spielt, der ist auf die Einzelspielererfahrung angewiesen. Daher brauche ich frische Konzepte und Ideen.
Aber anstatt dieser Spielergruppe, von alt eingesessenen Zockern, neue komplexe Spielerfahrungen zu liefern, wird ihnen immer wieder das selber anders serviert aber gleich gekocht vorgesetzt. Stattdessen wird versucht, neue Spielergruppen zu gewinnen. Die Sims ist das erfolgreichste Spiel, weil es die weiblichen Spieler angesprochen hat. Nintendos Wii ist der Abräumer weil Spielen plötzlich Familientauglich ist. Toll das ist aber nichts für mich. Ich will meiner Spielfigur nicht sagen wann sie aufs Klo geht und ich will nicht mit Dr. Kawashimaa testen wie alt mein Gehirn ist. Ich will spannende Abenteuer erleben in Welten die ich vorher noch nie gesehen habe. Ich möchte Entscheidungen treffen die ich noch nie getroffen habe und Dinge tun die ich im wahren Leben nicht tun würde. Ich hoffe, dass dieser Trend zu leichteren und zugänglicheren Spielen irgendwann wieder zurück geht und die komplexen Brocken wieder kehren bzw. in größerer Anzahl erscheinen.

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