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Samstag, 28. Juni 2008

Freies Speichern ist nur für PC-Spieler

Vor langer, langer Zeit, begann mein Zocker da sein, mit einem 386er, 2MB RAM und DOS 5.0. Viele Jahre war ich von da an dem PC-Lager treu verbunden. Konsolen konnten mir gestohlen bleiben. Was gab es dort schon zu spielen, dass war doch nichts als minderwertige Technik mit ein paar Hüpf und Ballerspielen. Mit der PS2 wurde die Technik aber mit einem mal richtig ansehnlich. Auch spielerisch sagte mir das ganze nun zu. Das Erscheinen von GTA3 zu diesem Zeitpunkt war reiner Zufall. Langer rede kurzer Sinn ich kaufte mir eine PS2 und später sogar noch die X-Box und wurde zum waschechten Konsolero. Insgesamt ca. 130 Spiele umfasste letztendlich meine Spielesammlung für diese beiden Konsolen. Ich werfe diese Zahl einfach mal in den Raum damit hier auch jeder versteht, dass ich wirklich ins Konsolenlager gewechselt war. Anfang letzten Jahres bekam ich aber einen Rückfall, in Form eines neu zusammengestellten Computers. Ich hatte ein paar Euronen springen lassen und stand plötzlich mit einem Geschoss da, dass locker alle aktuellen Spiele zum Laufen bringen konnte. So wart ich wieder zurück und bin nun gefangen in einem Teufelskreis aus Konsolen und PC-Spielen. Meine Anfangstirade war dazu da um zu verdeutlichen, dass ich beide Lager kenne. Denn was ich jetzt sage wird bestimmt bei so manchem Unmut, Unverständnis oder sogar Hass erzeugen.
Freies Speichern ist etwas für verweichlichte, Möchtegernzocker, die ihre Mama beim Doom 3 spielen um Beistand bitten und ein Nachtlicht zum schlafen brauchen.
Bei nahezu jedem Konsolenspiel gibt es kein freies speichern sondern lediglich Speicherpunkte. Während im Umkreis von PC-Spielern, dieser Punkt immer einen Kritikpunkt darstellt, gerade die Gamestar ist hier ganz weit vorne zu nennen, ist es für einen Konsolero das natürlichste auf der Welt nicht überall speichern zu können. Gerade die Gefahr zu sterben/verlieren, ist doch dass was den Kick beim Spielen bringt. Wenn ich das schon höre: Das Spiel wurde technisch 1 zu 1 von den Konsolen übertragen, leider auch das unausgegorene Speichersystem. Menschenskind ihr Memmen. Im wahren Leben könnt ihr auch nicht vor jedem Schritt die Quicksavetaste drücken. Wie geil war Splinter Cell 1 bitte schön. Da hatte man richtig lange schwierige Abschnitte zu bewältigen bevor mal gespeichert wurde. Immer wenn man einen Abschnitt geschafft hatte war das ein erhabenes Gefühl. Man hat auch viel Vorsichtiger gespielt und teilweise Minutenlang auf den richtigen Moment für eine Aktion gewartet, um nicht entdeckt zu werden, da man ja schon so weit gekommen war. Der Schlachthauslevel mit den weißen Nebelschwaden in denen man nichts sehen konnte, hach war das cool. Bei Teil 3 speichert man, macht die Aktion, klappt nicht neu laden, versucht es nochmal usw. Aber nein bei einem PC-Spiel muss man frei speichern können. Vor allem bei Ego-Shootern ist das absolute Pflicht. Nachher stirbt man noch weil man unaufmerksam gespielt hat. Daher mein Appell freies Speichern gehört auf den Designfriedhof, lang lebe Alien vs. Predator. Für die nicht Kenner, dass war dieser Ego-Shooter der empfindlichste Abwertungen bekommen hatte weil es kein freies Speichern gab. Lautstark rief man seiner Zeit nach einem Patch. Aber nur mit der Angst im Nacken konnte dieses Spiel seine wahre Faszination ausspielen. Von daher härtet euch alle mal ein bisschen ab ihr Quicksaver.

Kommentare:

Daniel hat gesagt…

Ein entscheidender Unterschied zwischen PC- und Konsolenspielen sei der Fairness halber erwähnt: Konsolenspiele stürzen nie (oder äußerst selten) ab, PC-Spiele tun das dagegen oft unvorhergesehen oder sogar "alle Nase lang".

Tom_82 hat gesagt…

Naja eigentlich sollte man doch keine Rücksicht auf abstürzende Spiele nehmen oder?;)