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Montag, 1. Februar 2010

Toms Tagebuch - Mass Effect 2


Uh welche Freude. Übers Wochenende habe ich wie im Rausch Mass Effect 2 gespielt. Welch ein Hochgenuss. Das erste Spiel seit C&C 3 Tiberian Sun, dass ich mir vorbestellt habe und ich habe es nicht im geringsten bereut. Es ist genau der Kracher geworden den ich erwartet hatte. Mehr Science Fiction in einem Spiel geht einfach nicht. Und mein Shepard, endlich kann ich mit meinem Shepard wieder durchs Universum fliegen. Nach allem was wir durchgemacht haben im Kampf gegen Saren und die Geth, kann ich endlich wieder eintauchen in dieses fantastische Universum mit seinen vielen durchdachten Alien-Rassen, der Technologie und seinen vielen geheimnisvollen Feinden.

Mein Shepard


Ich muss es ja zugeben, meine Einleitung ist wirklich euphorisch und alles andere als objektiv. Aber genau das soll sie auch sein. Ich denke nicht im Traum daran bei Mass Effect 2 auch nur ein Haar in der Suppe zu suchen. Viel zu sehr bin ich durch das Spiel, mit meiner Rolle als Shepard, mit dem im Spiel erschaffenen Universum verbunden, als dass ich auch nur eine Schwäche sehen könnte. Auch ich habe schon sehr häufig Spiele gespielt und dann beklagt, dass irgendwelche Features nur halbherzig umgesetzt waren oder ich gerne die eine oder andere Verfeinerung in der Spielmechanik gesehen hätte. Bei diesem Spiel will ich das aber nicht. Gleich zu Beginn, als ich meinen alten Spielstand importierte und meinen alten Charakter wieder sah, lief mir ein eiskalter Schauer über den Rücken, aufgrund der Gewissheit gleich geht es wieder los. Ich und mein alter Ego Shepard ziehen wieder in den Kampf. Was ist aus meinen alten Freunden auf der Normandy geworden und wie haben sich all die Entscheidungen ausgewirkt die ich im ersten Teil getroffen habe? Fragen über Fragen. Kein Spiel konnte in den letzten, ach sagen wir wie es ist, seit einem guten Jahrzehnt konnte kein Spiel mehr eine solche Faszination auf mich auswirken, dass ich es kaum erwarten konnte mit dem Spiel loszulegen. Ich hatte schon befürchtet, ich würde dieses Kribbeln nie wieder spüren. Doch dann haut mir Mass Effect 2 gleich zu Beginn eins vor den Bug. Wer nichts über den Anfang der Geschichte erfahren möchte oder sich auch nicht kleine Details vorwegnehmen lassen möchte, der sollte spätestens ab hier nicht mehr weiter lesen. Ich werde zwar nichts aus der Handlung verraten aber durchaus einige Charaktere erwähnen und Arten von Quests beschreiben.

Eine neue Crew


Hauptaufgabe im Spiel ist es sich für die Neue Bedrohung die einen im Spiel erwartet eine neue Crew zusammenzustellen. Wer den Anfang im Video gesehen hat weiß, dass seit Teil 1 zwei Jahre vergangen sind und sich unsere alte Crew nun im Universum verstreut hat. Daher müssen wir um der neuen Bedrohung her zu werden ein neues Team zusammenstellen, welches diesmal aus den Besten der Besten bestehen soll. Daher sind uns militärische Ränge oder Herkunft vollkommen egal. Da haben auch Verbrecher ihre Chance, sofern sie z.B. über enorme biotische Fähigkeiten verfügen. Dadurch wird die Crewauswahl noch mal ein ganzes Stück spannender und aufregender als im ersten Teil. Bei dem einen oder anderen ist man wirklich am überlegen ob man ihn wirklich auf dem Schiff haben möchte, doch wenn man sich dann mit ihnen unterhalten hat und womöglich auch die charakterspezifischen Aufträge für und mit ihnen erfüllt hat, wächst einem jeder einzelne unheimlich ans Herz. Dadurch wird die allgemeine Stimmung aber auch ein ganzes Stück weit düsterer. Wir haben einen Feind und der muss vernichtet werden. Ein Rat der uns als Spectre den Rücken frei hält existiert nicht mehr. Wir sind nun auf eigene Faust unterwegs und legen uns mit den Bösewichten im All an.

Tempo


Wer sich mit dem Spiel bisher schon befasst hat, wird sicher davon gehört haben. Ja, der Actionanteil wurde im Vergleich zu Teil 1 noch einmal angehoben. Ich persönlich finde das gar nicht schlimm. Wirkte der erste Teil noch unentschlossen ob er wirklich harte Shoot-Outs ins Spiel integrieren soll, gibt es im Nachfolger von Anfang an kein Vertun. Hier wird geballert bis der Arzt kommt. Konsequenterweise habe ich dann beim Import auch die Klasse gewechselt und gleich einen Soldaten gewählt. Im ersten Teil war ich noch ein Techniker. Vorteil der Soldatenklasse, man kann alle Waffen im Spiel verwenden. Sonderfähigkeiten habe ich im Spiel dann gar nicht eingesetzt, lediglich die verschiedenen Munitionstypen wie, Disruptor, Shredder oder Feuermunition habe ich je nach Gegner ausgewählt. Die Action spielt sich sehr flott und macht Spaß. Hauptmerkmal des Spiels ist für mich eh das Universum und die Entscheidungen die ich darin treffe. Dadurch, dass jede Entscheidung in Teil 1 in irgendeiner Form Konsequenzen im Zweiten hat, wird das Spielgefühl auch nochmal um einiges intensiviert. Als mich z.B. diese blöde Reporterin Ada Wong auf der Citadel nach Neuigkeiten fragt, war es für mich eine ungeheure Genugtuung ihr als Shepard eine runter zuhauen. Oder zu sehen wie mancher Nebencharakter dem ich das Leben geschenkt hatte nun ein neues Leben angefangen hat.

Spaß ohne Ende


Ich kann nur sagen, ich habe schon lange kein Spiel mehr in einem derartigen Rausch durchgespielt. Zumindest keines, das mich 40 Stunden beschäftigt hat. Ich wollte wirklich jeden Winkel des Universums erkunden und meinem Teamkollegen wirklich jeden Dialog entlocken den sie auf Lager haben. Hier liegt vielleicht auch wirklich die einzige Schwäche des Spiels. Für mich zwar keine, da ich wie schon gesagt die Interaktion mit den Crewmitglieder als die besondere Stärke des Spiels erachte, aber es gibt bestimmt auch Spieler die sehen dies eher als unnötigen Ballast an und wollen einfach nur der Handlung folgen. Doch die Handlung als solche nimmt nur einen sehr geringen Teil des Spiels ein. Wir erfahren wer der Gegner ist und bekommen dann die Aufgabe unsere Crew für diesen Kampf zusammenzustellen. Tja und dann sind wir gute 35 Stunden damit beschäftigt unsere Crew zusammenzustellen und ihnen bei ihren Problemen zu helfen. Der eigentliche Gegner wird dann in 5 Stunden über die ganze Spielzeit verteilt immer mal zwischendurch bekämpft. Da wir alle Voraussicht nach aber mit unserer jetzigen Crew dann in den dritten Teil ziehen werden ist dies aber kein Nachteil, es sei denn man hat vor nach diesem geniestreich von einem Spiel auf den Nachfolger zu verzichten. Ich für meinen Teil kann es schon jetzt kaum noch erwarten in Mass Effect 3 das große Finale dieser Trilogie zu erleben. 

Video

 

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