Seiten

Dienstag, 6. Juli 2010

Dead or Alive - Xtreme Beach Volleyball


Alter Eintrag vom 19.02.2010 


Hallo Tagebuch Leser. Quasi als Reaktion auf Horst Sergios Testbericht zu Leisure Suit Larrys Magna Cum Laude, habe ich mir gedacht, ich könnte ja mal mein Video zu Dead or Alive Extreme Beachvolleyball überarbeiten. Dies war nämlich mein allererster Versuch überhaupt gewesen ein Spielvideo auf die Internetgemeinde los zulassen. Und ich finde man sieht und hört das überdeutlich wenn man es sich ansieht. Außerdem, Sex sells, da kann es nicht schaden wenn wir in den Tags ein solches Spiel stehen haben. Also kommen wir nun zu einem der wohl lustigsten und naivsten Spiele, welches je für die gute alte X-BOX erschienen ist.




Kein Sportspiel

Auch wenn es der Name vielleicht vermuten lässt, sei hier zu Beginn ganz deutlich gesagt: „Dead Or Alive Xtreme Beach Volleyball“ ist KEIN Sportspiel. Sondern eine Grafikgranate mit hohem Entspannungswert. Zum besseren Verständnis worum es eigentlich geht, sei hier einmal die Story des Spiels umrissen. Die Kämpferinnen aus den Dead or Alive Prügelspielen kommen zusammen auf eine Insel, um an einem weiteren Kampfturnier teilzunehmen. Dies ist aber nur ein Trick, in Wirklichkeit findet nämlich gar kein Kampfturnier statt. Obermacho Zack hat diese Lüge in die Welt gesetzt, um die Damen auf seine Urlaubsinsel zu locken. Aber anstatt enttäuscht zu schmollen und wieder abzureisen, machen die Damen das Beste aus der Situation und verbringen tatsächlich, wie von Zack geplant, Urlaub auf der Insel. Hier kommt nun der Spieler ins Spiel. Man entscheidet sich für eine der Ladys und reist mit ihr zur Insel, dort verbringt man dann 14 Spieltage damit Geld beim Volleyball spielen zu verdienen. Von dem Geld kann man sich dann neue Badeanzüge, Sonnenbrillen, Armbänder und etliche andere Accessoires kaufen. Eine weitere Möglichkeit das erspielte Geld zu verprassen, ist das Casino im Hotel. Tja und damit wären eigentlich auch schon alle wichtigen Spielelemente beschrieben. Man spielt ein wenig Volleyball, kauft Gegenstände die man dann sammelt und kann zur Abwechslung ein paar schlecht umgesetzte Casino-Mini-Spiele bestreiten.


Motivation im Spiel

Jetzt fragt man sich natürlich warum sollte ich mir ein solches Spiel überhaupt zulegen. Es ist lächerlich und zielt ganz klar auf die niederen Instinkte des Mannes ab. Nun, wer jetzt glaubt ich hätte ein Argument parat diese Tatsache zu entkräften, der irrt. Tatsächlich besteht die einzige Motivation des Spiels darin, die unterschiedlichen Badeanzüge und anderen Accessoires frei zuspielen, indem man Geld bei Mini-Spielen verdient. Der Volleyballpart ist dabei noch recht gut gelungen. Obwohl es nicht besonders viel Taktik bedarf um zu gewinnen, gestalten sich die Ballwechsel recht abwechslungsreich. Je nachdem wie die Spielerin zum Ball steht und wie stark man den Actionbutton drückt, ergeben sich unterschiedliche Schlagvarianten. Um als Sportspiel zu überzeugen ist der Volleyballpart trotzdem nicht variantenreich genug und geht daher auch eher als etwas umfangreicheres Mini-Spiel durch. Das Casino hingegen ist eine einzige Enttäuschung, aufgrund der grafisch langweilig präsentierten Glücksspiele kommt nicht wirklich Spaß auf. Gerade beim Pokern hätte man weibliche Mitspieler einbauen sollen, denn wer bei diesem Spiel die Zielgruppe ist sollte ja nun wirklich klar sein. Mein persönlicher Favorit ist aber das Hüpf-Spiel am Swimmingpool des Hotels. Es ist in seiner Lächerlichkeit kaum zu überbieten und macht aufgrund seines naiven Charmes einfach Freude. Zwar nicht sehr lange aber doch für den Moment. Aufgabe ist es seine, nennen wir sie mal Heldin, über einige Luftkissen im Wasser hüpfen zu lassen um vom einen Ende des Pools zum anderen zu kommen. Je nachdem wie stark man den Actionbutton drückt vollführt sie dabei entweder einen langen oder einen kurzen Sprung. Allein wenn ich die Spielmechanik beschreibe, könnte ich mich totlachen.


Strandatmosphäre

Die Atmosphäre des Spiels lässt sich am besten mit dem naiv witzigen Charme von Baywatch vergleichen. Schlechte Schauspielerinnen tragen Badeanzüge die mehr zeigen als verdecken und geraten in aberwitzige Situationen am Strand. Die ganze Zeit läuft ausgesprochen flippige und entspannende Musik aus dem Boxen, während wir mit unserer Heldin durch die Strandschauplätze wechseln. Wir können sie am Strand ausruhen lassen, oder am Pool, oder im Dschungel oder einer verlassenen Bucht. Dabei lässt sich die Kamera drehen und raus- oder rein zoomen. Ja Leute, dies kann man im Spiel wirklich tun. Es gibt kein höheres Spielziel, es geht darum die Damen in unterschiedlichen Posen zu bewundern. Hat man dies aber erst einmal verinnerlicht, kann man sein Hirn ausschalten, der Musik lauschen und Geld für Badeanzüge sammeln. Denn davon gibt es unendlich viele, um sie alle freizuschalten müsste man vermutlich soviel Zeit in das Spiel investieren, wie z.B. bei einem Elders Scrolls Rollenspiel. Ich selbst habe, zusammen mit meinen zwei Videoprojekten, in denen ich für diese Artikel Bildmaterial erstellt habe, knapp unter 20 Stunden mit dem Game verbracht und ich finde, dass ist schon eine echte Meisterleistung.


Technik die begeistert

Hauptgrund für mich damals das Spiel zu kaufen war die Technik des Spiels (“Seriously, why else should I play it?”). Es war kurz nach dem Verkaufsstart der X-BOX erschienen. Da ich stolzer Besitzer dieser Konsole gewesen bin, wollte ich natürlich als PC-Veteran wissen, zu was meine Konsole hardwaretechnisch in der Lage ist. Am Beispiel DoA Extreme Beachvolleyball kann man selbst heute noch sehen, zu einer ganzen Menge. Sehr schöne Landschaftsgrafiken, detaillierte Heldinnen mit geschmeidigen Animationen und herrliche Lichteffekte der Sonne. DoA Extreme ist eine spielbare Technik-Demo, versprüht durch seinen naiven Charme und die unfreiwillig komische Spielmechanik aber jede Menge Kultstatus. Dies ist auch der Grund warum ich nicht den Nachfolger für die 360 besitze. Dort sind die Animationen gewisser Körperteile einfach nur noch lächerlich und auch die zusätzlichen Mini-Spiele sind kein wirklicher Kaufgrund. Eine solch kultige Videospiel-Trash-Perle kann man nur einmal produzieren. In diesem Sinne Leute, wenn ihr zu Hause noch eine X-BOX habt und das Spiel irgendwo günstig bekommen könnt, schlagt zu. Ihr erhaltet ein wahrhaft kultiges “Volleyballspiel”.


Bewegte Bilder



Keine Kommentare: