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Samstag, 3. Juli 2010

Toms Tagebuch – Darksiders

 Dies ist ein älterer Beitrag vom 4. März 2010.

Neulich habe ich beim Amazon Deal der Woche bei Darksiders zugeschlagen. Schon seit den ersten kleinen Details zu diesem Titel, die schon kurz nach dem Start der X-BOX 360 kursierten, war ich neugierig auf den Titel. Eine große comicartige Spielwelt, deren Handlung sich um die 4 apokalyptischen Reiter rangt, dass klang durchaus interessant genug um mein Interesse zu wecken und über die lange Entwicklungszeit zu wahren. Was nun am Ende nach den vielen Jahren der Entwicklung bei raus gekommen ist, kann mich in den ersten Spielstunden mehr als nur begeistern.


Das Gesetz

In Darksider verkörpern wir einen von den vier apokalyptischen Reitern mit dem wohlklingenden und zackigen Namen Krieg. Krieg und seine Waffenbrüder dienen dem Rat. Einer mächtigen höheren Instanz, die für das Gleichgewicht im ewigen Konflikt zwischen Himmel und Hölle sorgt. Aus diesem Konflikt entstand das Reich der Menschen, welches vom Rat zum dritten Volk ernannt wurde und dem der Rat eine wichtige Rolle zuspricht, um in der Zukunft einmal für das Gleichgewicht zu sorgen. Es wurde ein Pakt zwischen Himmel und Hölle geschmiedet, dieser wurde durch 7 Siegel verschlossen, welche zur rechten Zeit gebrochen werden sollten und zwar wenn die Menschheit bereit sein sollte für den großen Endkampf, der das Gleichgewicht wieder herstellen würde und das Schicksal aller drei Reiche bestimmen sollte. Sollte dieser Tag anstehen, würden Krieg und seine Schlachtkumpanen losreiten zur Erde und alles Übel, sei es aus Himmel oder Hölle, richten und seiner gerechten Strafe zuführen.

Klassisches Gameplay
Das Gameplay von Darksiders ist klassisch im positiven Sinne. Es orientiert sich nämlich an den Action-Adventures Soul Reaver und Zelda. Wir erforschen eine große zusammenhängende Welt, lösen Rätsel, schlagen actionreiche Kämpfe und erleben eine spannende Geschichte. Genau wie in den offensichtlichen Vorbildern erhalten wir immer wieder neue Fähigkeiten und Gegenstände die es einem dann ermöglichen, in neue Gebiete vorzudringen und so wieder neue Hintergründe über die Geschichte zu erfahren. Ich finde diese Art des Gameplays sehr motivierend und kann mich eigentlich immer nur wieder fragen, warum nicht mehr solche Spiele entwickelt werden. Hat die große Gamer-Gemeinde wirklich keine Lust mehr dazu groß angelegte epische Abenteuer zu erleben. Will sie sich wirklich lieber innerhalb von 5 Stunden durch einen krachig inszenierten Moorhuhn-Klon ballern? Ich hoffe doch nicht, sonst laufen wir Gefahr irgendwann wirklich keine Spielspaßperlen wie Darksiders mehr zu bekommen.

Comic-Look
Der Comic-Look des Spiels sorgt für ein sehr eigenständiges Äußeres von Darksiders. Man merkt gleich, dass einer der Hauptverantwortlichen für das Spiel aus der Comicbranche kommt und seinen künstlerischen Einfluss auf das Spiel hat wirken lassen. Herrlich bunte und doch brutale Level-Architektur, paart sich hier mit brachialen und flüssigen Animationen. Das Spiel sieht einfach verdammt gut aus. Manchmal kommt die Grafik zwar ins stocken, dies hat aber keine spielerischen Einflüsse. Vor allem die Gegner sind einfach toll designt worden. So schöne Dämonen habe ich schon seit langem nicht mehr gesehen. Da ist es fast schon schade, dass man sie alle stilgerecht mit Kriegs Schwert Chaosfresser, in ihre Einzelteile zerlegt. In dem Zusammenhang sollte man auch unbedingt die tolle Soundkulisse erwähnen. Epische Musikchöre und eine mehr als nur gelungene deutsche Spachausgabe sorgen dafür, dass man in der atmosphärischen Welt von Darksiders versinken kann. Ich kann nur raten das Spiel mit einer entsprechenden Anlage zu spielen, der Subwoofer massiert einem an manchen Stellen wirklich gehörig die Magengegend.

Abwechslungsreichtum
In den ersten Spielstunden habe ich bisher schon so viele unterschiedliche Gameplay Elemente vorgesetzt bekommen wie sonst in mehreren Spielen zusammen. Da wären zum einen natürlich die Actiongeladenen Kämpfe zu nennen, die sehr flüssig von der Hand gehen und dank unterschiedlichster Combos und Waffen, für sich allein betrachtet, schon sehr abwechslungsreich ablaufen. Dazu gesellen sich diverse Jump-Run Passagen um Klippen zu überwinden, an Wänden lang zu kraxeln oder über Plattformen zu hüpfen. Aufgelockert wird das Ganze in dem wir entweder altmodische Schlüsselrätsel lösen oder kompliziertere Schalterrätsel ausknobeln um kompliziertere Apparaturen in Gang zu bringen. Oft kommt man auch nur weiter wenn man erst einmal einen neuen Gegenstand gefunden hat, wie z.B. die Kreiselklinge, die genau wie der Bumerang in Zelda funktioniert. Nicht zu vergessen die wirklich grandios inszenierten Bosskämpfe oder die Flugeinlagen aller Panzer Dragoon. Das schöne, all diese Gameplay Elemente fügen sich zu einem flüssigen Ganzen zusammen und wirken dadurch nicht aufgesetzt. Ich habe bis jetzt sehr viel Spaß mit Krieg gehabt und freue mich jetzt schon auf die weiteren Spielstunden die ich mit diesem Spiel verbringen werde. Neben Mass Effect 2 für mich schon jetzt eines der absoluten Highlights des Jahres. 

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