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Dienstag, 25. Dezember 2012

Toms Tagebuch - The Darkness 2

 

Wie meinem letzten Eintrag bereits zu entnehmen, habe ich mir The Darkness 2 zugelegt. Und da beide Einträge dicht beieinander liegen, kann man auch schon sehen, dass es sich nicht gerade um ein Umfangsmonster handelt. Aber wer den ersten Teil gespielt und vor allem die Story mochte, so wie ich, der wird sich einer gewissen Neugier auf die Fortsetzung der Geschichte nicht entziehen können.

Alles neu aber nicht besser


Action in der U-Bahn
Die Veränderungen die sich wohl auch durch den Entwicklerwechsel ergeben haben, sind bei mir nicht gerade gut angekommen. Statt eines düsteren und realistischen Looks wie im Vorgänger gibt es nun Cel-Shading Grafik mit bunten Farben. Und statt spielerischer Freiheit mit weniger linearen Levels und Nebenquests, gibt es Schlauchlevel und keine Rätsel. Selbst spielerisch hat man den Vorgänger beschnitten indem man die vielen Fertigkeiten von Jackie konsequent eingedampft hat. Man kann seine Gegner mit dem einen Arm schlagen und mit dem anderen dann hochheben und werfen. Das Selbe gilt für Gegenstände. Und selbst die Darklinge sind reduziert worden. Statt vier hat man nur noch einen und der ist nicht mal besonders hilfreich. Lediglich an 2 Stellen kann man sich in die Gedanken des Darklings hineinversetzen und kurze Abschnitte mit ihm durchlaufen. Also, viel wurde verändert, aber für mich persönlich zum Schlechteren.

Dennoch gut


Düsterer Freizeitpark
Aber ist es deswegen ein schlechtes Spiel? Nein. Aber eben auch kein besonders gutes. Es ist solide und durchschnittlich. Die Steuerung funktioniert, die Grafik sieht gut aus und läuft flüssig, die Darknessfähigkeiten sind eine nette Abwechslung zum sonstigen Shooter-Alltag. Also wer gerne ein wenig sich durch grafisch hübsche Levels ballert, der wird gut unterhalten. Und somit auch ich. Was aber den Vorgänger zu einer besonderen Spielerfahrung gemacht hat ist im zweiten Teil nicht mehr vorhanden, er wirkt uninspiriert. Aber die Geschichte, die Geschichte. Die war es ja die mich zum Kauf bewogen hat. Und die haben die Entwickler wirklich gut hinbekommen. Die Inszenierung ist sogar überdurchschnittlich gelungen. Als Spieler wird man wunderbar in den inneren Konflikt von Jackie hineingezogen. Eine Mischung aus Schuldgefühlen, Pflichtbewusstsein, Rache, Wut, Angst, alles Gefühle die man durch Jackie als Spieler wunderbar miterleben darf und kann. Leider haben die Entwickler zum Ende dieses wunderbare Herausstellungsmerkmal durch ein offenes Ende, welches eine Fortsetzung nahe legt kaputt gemacht. Als Spieler finde ich solche Enden einfach bescheuert. Und somit bin ich am Ende böse auf das Spiel und ich bezweifle, dass es das ist was die Entwickler am Ende bei mir auslösen wollten.

Spielerlebnis OK


Friedhof Action
So bleibt The Darkness 2 ein durch und durch durchschnittliches Spiel mit einem Ende was mich wütend zurücklässt. Aber auf dem Weg bin ich ganz gut unterhalten worden. Somit war es keine vergeudete Zeit. Und ich würde es auch anderen empfehlen, die einfach nur erleben wollen, wie es mit der Geschichte um Jackie und seine große Liebe Jenny weitergeht. 


 

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