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Sonntag, 30. Dezember 2012

Toms Tagebuch - Jahresrückblick 2012


Zum Ende des Jahres gibt es nun also auch Toms Jahrsrückblick. Allerdings längst nicht mehr so umfassend wie früher. Es ist kein Überblick über all die Medien die in diesem Jahr erschienen sind, sondern meine persönliche Sicht auf das was ich in diesem Jahr gesehen, erlebt und konsumiert habe. Das Resort ist ja letztlich auch ein Überblick über alle Medien. Wenn auch mein eigener Fokus klar auf Games liegt.

Games 2012


Was das Gaming anbelangt war 2012 für mich erstaunlicherweise ein sehr unterhaltsames Jahr. Und Mitte des Jahres hätte ich dies noch nicht gedacht, da war ich nämlich noch voll in der Endtäuschungsphase, denn bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich 2 große Spiele gespielt. Mass Effect 3 und Diablo 3. Doch lustigerweise haben es diese beiden Spiele dadurch geschafft, dass ich mich wieder mehr mit meinem Hobby befassen wollte. Denn es brachte mich dazu, nach Jahren mal wieder etwas über Games zu schreiben. Angefangen bei meinem langen, laaangen Post über das Ende von Mass Effect 3. Die beiden Vorgänger habe ich geliebt und ich schreibe bewusst in der Vergangenheitsform. Das Ende von Teil 3 hat nämlich für mich die ganze Serie kaputt gemacht. Die Handlung ist nun für mich broken. Jede Entscheidung war sinnlos und führte zu dem Finale, dass keines war. Shame on you Bioware und EA. Danach folgte die nächste Enttäuschung mit Diablo 3. Ein Titel der so sehr seine Wurzeln verraten hat, wie er sie nur verraten konnte. Statt einer fantastischen Spielerfahrung bietet es mir all die Gängelein die ich an modernen Spielen so hassen gelernt habe. Zudem hat Blizzard in meinen Augen einfach nicht verstanden warum die Vorgänger so tolle Spiele waren. Was bleibt ist ein Action-Rollenspiel von der Stange ohne den besonderen Touch der die Vorgänger ausgezeichnet hatte.

Doch dann kam die Wende. Durch das viele Schreiben und durchaus auch aufwendige Recherchieren für diese Artikel zu Mass Effect 3 und Diablo 3 habe ich nämlich wieder Interesse an meinem einstigen Lieblingshobby bekommen. Mich damit zu beschäftigen und auseinander zu setzen. Und so habe ich im letzten Drittel des Jahres tatsächlich gleich mehrere Spiele durch gezockt. Sei es der fantastische Indietitel FTL: Faster Than Light oder das neue XCOM. Beide Titel haben bei mir einen Nerv getroffen, den ich schon lange nicht mehr gespürt hatte. Ein Spiel zu entdecken und trotz gewisser Schwächen zu genießen. Ich habe sogar damit begonnen meine Tagebuch-Videos wieder zu produzieren, wenn auch mit weniger Aufwand. Es folgten weitere sehr tolle Titel wie Spec Ops The Line, welches für mich endlich mal ein Militär-Shooter gewesen ist, der mich als Spieler innerhalb seiner Handlung ernst nimmt. Danach habe ich endlich mal Heavy Rain gespielt, was schon seit Jahren bei mir im Regal stand und es war auch großartig. Ich bin momentan mit so viel Freude am zocken wie schon seit Jahren nicht mehr. So dass mich selbst ein recht durchschnittliches The Darkness 2 sehr gut unterhalten konnte. Somit würde ich 2012 als das Jahr bezeichnen, welches mich zum zocken zurück brachte.

Movies 2012



In diesem Jahr habe ich längst nicht mehr so viele Filme geguckt wie früher. Wie bei den Games haben sich viele Interessen bei mir einfach verlagert. Aber ich war dennoch regelmäßig im Kino gewesen um mir ein paar der dieses Jahr erschienen Filme anzusehen. Zukünftige Klassiker sind glaube ich keine dabei gewesen.

Der einzige Film der mich wirklich nachhaltig beeindruckt hat, war Ziemliche beste Freunde. Eigentlich hatte ich nichts von dem Film erwartet und war eher zum gefallen mit reingegangen. Aber die Warmherzigkeit mit der dieser Film erzählt wird, berührt den Zuschauer sofort und erschafft ein wunderbares Sehvergnügen.

Auch wieder sehr unterhaltsam fand ich Resident Evil 5. Diese Reihe ist einfach mein Guilty Pleasure. Ich liebe Milla Jovovich als Alice und ihren ewig währenden Kampf gegen den T-Virus und die Umbrella Corporation. Klar ist das albern und unlogisch. Aber so muss es auch sein.

Die Tribute von Panem fand ich sehr mittelmäßig. Wer den Film Battle Royal kennt braucht sich diesem Bastard eigentlich nicht anzusehen. Die Bücher sollen ja besser sein, weil sie wohl Sozialkritik enthalten, aber der Film war einfach nur durchschnittlich. Nicht wirklich schlecht aber eben auch nicht wirklich gut.

American Pie 4 war für die Helden der Filme die Wiedervereinigung auf dem Klassentreffen. Erst hier merkte ich, dass ich später mal sagen kann, dass ich die Pie-Generation gewesen bin, denn die Helden sind so alt wie ich und sind mit mir zusammen alt geworden. Ein spaßiger Film aber nur dank des Nostalgie-Bonus.

Ich finde Musical-Filme super. Daher war Rock of Ages für mich ein Pflichtfilm in diesem Jahr und er hat mir sehr sehr gut gefallen. Trotz seiner offensichtlich Schwächen beim Drehbuch und mancher Besetzung. Aber Tom Cruise als Rockstar der sich wunderbar selbst auf die Schipper nimmt ist den Eintritt wert gewesen. Zumal ich die schmalzigen Neuinterpretationen der Songs super finde. Ich höre immer noch den Soundtrack im Auto. Auch hier, Guilty Pleasure.

Die ersten beiden Nolan Batman Filme waren für mich die gelungene Wiedergeburt eines meiner Lieblingssuperhelden. Aber wie so viele dritte Teile hat mich auch dieser nicht voll überzeugen können. Keine Katastrophe, aber ich hatte mir doch deutlich etwas anderes erwartet. Vor allem weniger Plotholes.

Und zum Abschluss, wo wir gerade bei Plotholes sind, Looper. Endlich mal wieder ein Zeitreisefilm. Filme mit dem Thema Zeitreisen kann es nicht genug geben, denn man kann danach wunderbar über die innere Logik streiten. Allein wegen Joseph Gordon Levitt als Bruce Willis Imitator lohnt sich der Film.

Musik 2012


Wer mich kennt weiß, ich bin kein großer Musik-Experte. Ich habe so 1-2 Bands und Sänger die ich gerne höre und damit hat es sich auch. Aber dieses Jahr war ich tatsächlich auf einer Menge Konzerte und Shows gewesen, die mich musikalisch sehr begeistert haben.

Anfang des Jahres konnte ich mir z.B. die Rocky Horror Show ansehen. Das Publikum ist leider nur mittelmäßig mitgegangen, dass hatte unsere Gruppe aber kaum gestört, wir hatte großen Spaß und waren danach noch zu Aftershow-Party. Ein großer Spaß und ich kann es jedem empfehlen, der sich einfach mal gehen lassen kann.

Ein weiteres Musical war der Besuch von Tanz der Vampire in Berlin. Wir hatten sehr gute Plätze relativ weit vorne. Man konnte den Schweiß der Darsteller sehen (zum Glück nicht riechen). Das Set-Design war sehr cool und einfallsreich und die meisten Songs waren auch sehr gelungen und ausnahmslos klasse vorgetragen.

Dann hatte ich die Gelegenheit, gleich bei mir um die Ecke in einem kleinen Musik-Club Annett Louisan zu hören. Wir saßen in der zweiten Reihe und waren gerade mal 2 m von der Bühne entfernt. Sehr schöne Atmosphäre, toller Klang und bequem Sitzgelegenheit mit Bedienung am Platz. Ein Erlebnis.

Dann habe ich in Köln mein insgesamt drittes Bryan Adams Konzert gesehen und ich werde es einfach nicht müde. Ich mag die Live-Shows einfach unheimlich gerne, da es einfach wunderbare Musik ist und die Fans einfach eine Klasse für sich darstellen. So lieb und nett geht es sonst auf keinem Konzert zu.

Enttäuscht war ich vom Konzert der Ärzte. Ich mag die Songs eigentlich sehr gerne und verbinde vor allem meine Jugend mit sehr vielen Songs von ihnen. Schulzeit, Führerschein, Studium, jede Zeit hat einen Ärzte-Song. Aber die Akustik war mies und die Ärzte selbst, waren einfach unsympathisch auf der Bühne. Genauso wie das Publikum.

Und dann war ich noch auf dem Konzert von Walk off the Earth in Hamburg. Ich stehe einfach auf die Musik aus Kanada. Sehr tolle Live Performance bei der man unweigerlich mitgeht. Großartige Stimmung, wenn auch die Fans nicht so toll sind wie die von Bryan Adams. Beim Schlange stehen hat so ne dusselige Kuh doch tatsächlich wichtige Details aus Band 3 von die Tribute von Panem gespoilert (nicht das es mich interessiert hätte).

Schlussworte 2012


Die Welt ist zum Glück nicht untergegangen, auch wenn der Dezember erstaunlich warm gewesen ist. Was bleibt war ein für mich sehr schönes Jahr. Mit tollen Erlebnissen wie meinem Irland-Urlaub, meinen Läufen in Berlin und Bremen und tollen Konzerten und Shows. Auch die Medien wie Filme und Games, um die es in diesem Rückblick j agehen sollte, waren sehr unterhaltsam gewesen. Ich freue mich auf das nächste Jahr und wünsche einen guten Rutsch ins neue Jahr.

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