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Freitag, 29. März 2013

Toms Tagebuch - Shenmue 2 Day 1



Hallo Leute, gerade bin ich wieder mal eher auf dem Retro-Trip und habe meine alten Konsolenspiele wieder ausgegraben. Neben Summoner 2, einem Spiel welches ich ja schon mal in früheren Zeiten durchgespielt habe, habe ich mir auch Spiele vorgenommen, die ich damals verpasst habe. Eines dieser Spiele ist Shenmue 2 für die XBOX. Ich habe mir den Film von Teil 1, der dieser Version beilag angesehen und bin nun direkt ins Spiel gestartet. Wen der 1. Teil als Film interessiert, den gibt es bei YouTube zu finden.

Shenmue 1 – Der Film

 


Shenmue 2 – Tagebuch


Für meinen Beitrag zu Shenmue 2 habe ich auf eine alte Idee zurückgegriffen, die ich schon mal bei meinem Beitrag zu Spellforce 2 verwendet habe. Ich berichte in einer tatsächlichen Tagebuchform von meinen Spielerlebnissen in Shenmue 2. Daher findet ihr hier auch nicht einen Bericht wie sonst und dazu ein Video. Sondern ihr bekommt mein Video + das dazugehörige Skript.

Day 1

 



Skript


Hallo. Mein Name ist Ryu Kazuki. Und ich suche den Mörder meines Vaters.

Ich komme aus Yokosuka in Japan. Dort musste ich mit ansehen wie ein Mann Namens Land Di, in einem Grünen chinesischen Anzug mit einem Drachen darauf, meinen Vater umbrachte um an den sogenannten „Dragon Mirror“ zu gelangen.

Ich weiß nicht genau was es mit diesem Dragon Mirror auf sich hat, aber ich fand bei der Suche nach LanDi heraus, dass es zwei Stück davon gibt. Und der Zweite, der „Phönix Mirror“, befindet sich in meinem Besitz. Lan Di, wird ihn sich also holen müssen.

Bei meiner Suche traf ich auf Master Chen, der das Gerücht gehört hat, dass Lan Di nach Hong Kong gereist ist. Zusätzlich gab er mir den Brief eines gewissen Lishao Tao. Er wird mir helfen, wenn ich in Hong Kong ankomme.

Nach meiner Ankunft in Hong Kong wollte ich keine Zeit verlieren. Laut seinem Brief lebt Lishao Tao in Wan Sai, Sout Carmain Qr in den Yan Tin Apartments. Doch bevor ich mich auf den Weg machte, musste ich mich erst mal mit der für die heutige Zeit, ungewöhnlichen Steuerung zurecht finden. Mein Blickfeld war voll gestopft mit Anzeigen und Einblendungen, die zwar hilfreich sind, aber in Zeiten der Anzeigenlosen Spiele ziemlich irritierend wirkten. Oben rechts wird eine Uhr eingeblendet, was wohl bedeutet, dass die Zeit hier in angepasster Echtzeit verläuft und so einem stetigen Tageszeitenwechsel unterliegt. Unten rechts werden die Aktionstasten eingeblendet. Hier kann ich z.B. mein Inventar aufrufen oder Gespräche anfangen. In meinem Notizbuch notiere ich mir automatisch alles, was mir wichtig erscheint. Leider schreibe ich so groß, dass immer nur wenige Wörter auf eine Seite passen.

Da ich kein besonders gesprächiger Typ bin, frage ich immer nur nach meinem aktuellen Topic, wenn ich einen Passanten anspreche. Momentan suche ich Wan Sai. Also frage ich auch nur nach Wan Sai. Social Contacts interessieren mich nicht weiter. Schließlich befinde ich mich auf der Suche nach dem Mörder meines Vaters, da ist kein Platz für Sentimentalitäten oder Spaß.

Ich muss sagen Hong Kong ist mir in seinen ersten Minuten ein wenig aufdringlich. Alle wollen scheinbar mein Bestes. Mein Geld. Besonders aufdringlich war dieser Fotograf der ohne vorher gefragt zu haben, ein Foto machte. Die junge Frau, die ich auf meiner Schiffsreise kennenlernte, als ich ihrer Tochter geholfen habe, warnte mich, dass der Typ später wieder kommen wird um mir das Foto zu verkaufen.

Da ich neu hier bin kaufte ich mir gleich eine Karte von diesem Abschnitt. Gleich nach dem Kauf wurde die Karte dann unten links eingeblendet. Ein junge Dame bot direkt am Pier an mir aus der Hand lesen zu können und so Rückschlüsse auf meine Zukunft schließen zu können. Ich glaube ja nicht an solchen Humbug, doch ich ließ sie machen um ein wenig Zerstreuung nach meiner Ankunft zu finden. Sie sagte ich würde mein Ziel hinter einer großen Straße mit vielen Autos finden, doch leider mein ganze Geld dabei verlieren. Ich sags ja, Humbug. Natürlich gibt es hier Straßen mit Autos. Und warum sollte ich all mein Geld verlieren. Lächerlich. Weiter nach Wan Sai.

Als ich dachte jetzt könnte ich mal ein paar Schritte ohne Unterbrechung laufen, bin ich beinahe von einer jungen Frau auf einem Motorrad überfahren worden. Sie hat sich nicht mal entschuldigt. Und wirkte auf mich ziemlich aufdringlich, da sie mich gleich nach meinem Namen fragte. Ihr Name war Joy. Wenn ich ehrlich bin, ich glaube man darf am Hafen gar nicht mit dem Motorrad fahren. So eine Ziege.

Dann traf ich auf drei Schlägertypen die einen kleinen Jungen verprügeln wollten. Solche Schweine. Die sollten sich mal lieber jemanden in ihrer Größe suchen. Die haben sich klar den falschen Zeitpunkt ausgesucht. Doch leider wurde meine Gutmütigkeit schamlos ausgenutzt. Der Junge steckte mit ihnen unter einer Decke und sie hatten es lediglich auf meinen Rucksack abgesehen. Wan Sai musste erst mal warten, ich hatte einen Rucksack mit dem Phönix Mirror darin zu finden.

Mein neustes Gesprächs-Topic war somit eine Gruppe verdächtig aussehender Typen. Die Verkäuferin am Nudel-Shop gab mir den Tipp doch einfach mal die Poisen Brothers zu fragen. Das tat ich auch, was soll schon dran sein, zwei betrunkene Typen anzuquatschen die sich selbst die Gift-Brüder nennen. Sei wussten natürlich nichts und wollten dann auch noch Geld von mir haben, dafür, dass sie nichts wussten. Gerade als ich mich bereit machte ihnen eine Abreibung zu verpassen kam schon wieder diese Joy dazwischen. Wirklich, ich kann einfach nicht glauben, dass man hier in der Fußgängerzone mit dem Motorrad fahren darf. Doch die Poisen Brother trollten sich sofort. Diese Joy scheint hier ziemlich Bekannt zu sein. Und gleichzeitig scheint sie auch viele Leute hier zu kennen. Sie wusste jedenfalls gleich wer die Typen mit dem Jungen gewesen sind, die mich bestohlen hatten. Der Name des Jungen ist Wang. Sie sagte er hält sich gerade im Pigeon Park auf. Den kannte ich schon, dort bin ich direkt nach meiner Ankunft lang gekommen. Also rannte ich schnell zurück, vielleicht würde ich den kleinen Stinker dort ja noch finden.

Tatsächlich hatte ich Glück. Er versuchte zu entkommen und rannte sofort davon. Ich nahm sofort die Verfolgung auf und wurde so in eine wilde Verfolgungsjagd verwickelt die gespickt war mit Quick-Time-Events. Doch leider drückte ich die A-Taste nicht schnell genug und wurde von einem Polizisten gestoppt. Lächerlich, ich verfolge einen Dieb und die Polizei hält mich auf. Ich stand wieder am Anfang und allmählich ging die Sonne unter. Ein toller erster Tag in Hong Kong.

Aber diese Stadt sollte mich nicht gleich am ersten Tag unterkriegen. Ich rannte sofort los. Irgendwo musste der Bengel doch stecken. Irgendetwas mussten die Level-Designer vorgesehen haben. Und tatsächlich. Ratet mal wer mir in einem kleinen Laden, in einer Seitengasse, über den Weg lief. Die Schläger die mit dem kleinen Wang zusammen gearbeitet hatten. Diesmal gab es gleich kurzen Prozess. Und ich konnte endlich das Kampfsystem antesten. Gesteuert wird über den Stick, dazu kommen die vier Aktionstasten, für Schläge, Tritte, Würfe und
Verteidigung. Meine ersten Aktionen waren noch etwas ungelenk, aber für diese zwei Typen reichte simples Button-Gemashe. Gerade als ich richtig in Fahrt kam, tauchte Wang auf und entschuldigte sich und versprach, mich zu meinem Rucksack zu führen. Was er auch tatsächlich machte. Leider war mein ganzes Geld bereits von den Typen beim Glücksspiel verzockt worden. Die Frau beim Handlesen hatte Recht behalten. Als weitere Entschuldigung malte mir der Junge eine Karte wie ich zum Come over Quest Haus im Green Market Qr. gelangen konnte. Da es langsam spät wurde, schien mir das eine gute Idee zu sein. Zudem war Wang sich sicher, der Besitzer könnte mir Helfen auf meinem Weg nach Wan Sai.

Doch als ich so durch die Straßen stromerte und die tolle Lichtstimmung in der Nacht genoss, ratet mal wir mir schon wieder über den Weg lief. Oder besser fuhr. Genau, es war schon wieder Joy auf ihrem Motorrad. Macht die eigentlich den ganzen Tag nichts anderes, als in den Fußgänger-Zonen mit dem Motorrad rum zu heizen und wildfremde Reisende über den Haufen zu fahren? Auch sie meinte ich solle zum Come over Guest House gehen. Wenn ich ihren Name erwähne bekomme ich einen Discount. Eine wirklich aufdringliche junge Frau. Da ich aber all mein Geld verloren habe, hatte ich keine andere Wahl und befolgte ihren Ratschlag. Vor Tür versprach sie mir mich morgen um 8 Uhr abzuholen und zu einem Ort zu bringen, wo ich ein wenig Geld verdienen kann.

Das war also mein erster Tag in Hong Kong. Morgen werde ich erst mal ein wenig Kohle verdienen müssen, um weiterhin mein Zimmer bezahlen zu können. Doch dann werde ich mich auf die Suche nach Lishao Tow machen.

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