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Montag, 27. Januar 2014

Broken Age - Toms Tagebuch


Hallo liebe Tagebuch-Leser, -Hörer und Seher. Dieses Mal berichte ich von meinen Erlebnissen mit dem Double Fine Adventure Broken Age. Vor knapp 2 Jahren startete Double Fine seine Kickstarter Kampagne für ein Adventure. Was für ein Adventure? Eines wie früher. Wuff, was für eine Aussage. Früher, das kenne ich doch von damals. Damals als alles besser war und nicht so wie heute, wo alles schlechter ist. Jetzt, zwei Jahre später, kann man ja schon fast von einer Legende sprechen. Was sind 2 Jahre in dieser Branche. 2 Jahre sind gleich mehrere Ewigkeiten plus einmal unendlich.

Vergangenheit

Trügerische sonnige Idylle
Nochmal kurz zusammengefasst. Anfang 2012 geistert ein Video durch das Internet. Zu sehen ist Tim Schafer, der Macher von Spielen wie Day of the Tentacle, Grim Fandango, Psychonauts und Brütal Legend. Was er in diesem Video sagte ist einfach geradezu unglaublich zu diesem Zeitpunkt. Er, der Gott alter Adventure-Tage sagte, er möchte gerne wieder ein klassisches Adventure machen. Unterstützung für dieses Vorhaben bekäme er unter anderem von einem weiteren Gott, nämlich Ron Gilbert, dem Schöpfer von Monkey Island. Alles was er benötigen würde, wäre ein kleines bisschen Unterstützung von den Leuten, die auch gerne mal wieder ein Adventure haben wollen. Alles was sie tun müssten, wäre auf die Seite Kickstarter.com zu gehen und dort einen Beitrag zu hinterlegen und dann würden er und die Leute bei Double Fine das Geld dafür verwenden, ein Adventure zu produzieren. Gleichzeitig würden die Arbeiten am Spiel von einem Filmteam begleitet und mit regelmäßigen Episoden die Spender über den Fortgang der Entwicklung auf dem Laufenden gehalten. Ich bleibe dabei, unfassbar. An all den Publishern vorbei, sollte ein Spiel entstehen, was die Fans haben wollten und nicht was die Konzerne für uns als richtig befunden haben. Aber jetzt 2 Jahre später mal Butter bei die Fische. Was ist denn draus geworden?

Gegenwart      

Ein behütetes Gefängnis
Es ist ein Point&Click Adventure. Tatsächlich ist am Ende das rausgekommen, was man uns so genannten Bakern versprochen hat. Nicht mehr und nicht weniger. Das Spiel liefert 2 spielbare Hauptcharaktere. Auf der einen Seite wäre da die liebreizende junge Vella. Sie lebt in einer scheinbar perfekten sonnigen Idylle. Doch der erste Eindruck ist trügerisch. Denn in Wirklichkeit wird ihre Welt von einem furchtbaren Monster Namens Mog Chothra heimgesucht. Um es zu besänftigen opfern die heimgesuchten Dörfer dem Monster ihre hübschesten jungen Mädchen und so auch Vella. Shay hingegen ist, seit er ein kleines Baby war, mutterseelenallein in einem Raumschiff unterwegs. Nur behütet durch den ihn bemutternden Bordcomputer und umgeben von sprechenden Wollsockenpuppen. Das Szenario spricht sicherlich nicht jeden an, aber wenn es das tun würde, hätte sich bestimmt auch ein Publisher gefunden. Ich finde es super und wer sich angesprochen fühlt wird sicherlich nicht enttäuscht sein. Die Geschichte entwickelt sich in diesem ersten Akt prächtig. Spielrisch kann man dem Spiel klar ankreiden, dass das Rätseldesign viel zu einfach geraten und der Umfang für diese erste Hälfte des Spiels zu kurz ist.

Zukunft

Grampa Beastender
Um Broken Age als Gesamtwerk noch mal auf ein anderes Level zu heben und so zu einem wirklich umfänglich guten Spiel zu machen. Müsste die zweite Hälfte eine Schippe oben drauf packen. Am besten den doppelten Umfang im Vergleich zu Part 1 und einige echte Kopfzerbrecher bei den Rätseln. Alle anderen Teile für ein tolles Adventure sind schon jetzt vorhanden. Eine tolle liebenswerte und vor allem stilsichere Grafik. Klasse Synchronsprecher die jeder Figur Leben einzuhauchen wissen, selbst wenn es sich dabei um sprechende Löffel oder Messer handelt. Und nicht zu vergessen eine herrliche Musikuntermalung, die einen absolut in der Welt von Broken Age versinken lässt. Ich zumindest kann es kaum noch erwarten den Rest von Broken Age zu sehen und habe es nicht im Geringsten bereut, Double Fines Kickstarter Projekt unterstützt zu haben. Eine tolle Reise, an deren Ende auch ein wirklich gutes Spiel rausgekommen ist. Ein Gutes Spiel, kein Revolutionäres.


Video       

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