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Sonntag, 5. Januar 2014

Toms Tagebuch - Gears of War Judgment


Hallo Leute, zum Ende des aktuellen Konsolenzyklus ist tatsächlich noch ein weiterer Teil der Gears of War Reihe erschienen. Diesmal allerdings von den Bulletstorm Machern People Can Fly. Ich bin ein großer Freund der Gears Reihe und habe es mir so auch nicht nehmen lassen Judgment eine faire Chance zu geben. Ich hatte zwar im Vorfeld gehört es solle angeblich nicht so gut sein, aber was kann man an dem unverwüstlichen Spielprinzip schon falsch machen. Dachte ich.

Story

In Handschellen vor Gericht
Judgment ist angesiedelt vor der ursprünglichen Trilogie von Gears of War und spielt kurze Zeit nach dem E-Day, also dem Tag als die Locust an die Erdoberfläche traten. In der Hauptrolle des Spiels befindet sich Damon Baird, den man schon aus den ursprünglichen Spielen kennt. Sein bester Buddy und ehemaliger Trashball Star Augustus Cole ist natürlich ebenfalls wieder mit von der Partie. Zu Beginn wird Bairds Squad in Handschellen vor Gericht geschleppt wegen Befehlsverweigerung. Alle vier erzählen dann in chronologischer Reihenfolge was passiert ist. Als Spieler erlebt man so also die Handlung in Rückblenden zum selber Spielen. Eine wie ich finde ausgesprochen unoriginelle Art seine Geschichte zu erzählen. Zumal es Handlungstechnisch keinen besonderen Kniff gibt, der diese Verhandlung begründet. Tatsächlich durchläuft man in wenigen Stunden die Levels und wechselt von Location zu Location nur um am Ende eine Rakete zu zünden. Beschrieben wird der Weg zur Rakete. Ende.

Gameplay

Deckung und Feuern alles wie immer
Das Gameplay funktioniert dagegen beinahe so fantastisch wie immer. Die Steuerrung mit Deckung und Schießen flutscht wie eh und je und selbst die Waffen sind die Selben, welche schon in Teil 3 zum Einsatz kamen. Einziges neues Element sind die Stellungsverteidigungen. Zwischendurch kommt man immer wieder an Punkte im Level, in denen man eine bestimmte Zeit einen Platz verteidigen muss. Dies spielt sich exakt wie der Hordemodus im Multiplayer. Man hat Verteidigungsanlagen zur Verfügung, wie automatische Geschütze, Barrikaden usw. und muss eine Stellung vor heranstürmenden Locust Horden verteidigen. Mir hat das viel Spaß gemacht, da ich den Horde-Modus im dritten Teil lange und ausgiebig gespielt habe, aber es bietet eben auch nichts Revolutionäres und dient lediglich dazu die Spielzeit zu strecken. Aber wie gesagt, wer das Gears Gameplay mag, wird auch an Judgment seine Freude haben.

Grafik

Schöne Panoramen verwöhnen das Auge
Die Grafik ist wieder sehr gut und holt alles aus der 360 raus und läuft dabei 100 Prozent flüssig. Dazu gibt es immer mal wieder sehr schöne Panoramaausblicke. Gegenüber den Vorgängern fehlt es mir aber auch hier an den besonderen und originellen Momenten. Alle Locations sind halt sehr konventionell. Da gibt es ein architektonisch aufwendiges Internat, eine Strandlandung (Normandy lässt grüßen), eine verfallene Stadt, ein verfallenes Hochhaus etc. etc. Also nichts wirklich Spektakuläres.

Fazit


Levelauswahl
Ich hatte mir von Judgment keinen vollwertigen Nachfolger erwartet. Die Entwicklungszeit war kürzer und es waren nicht die ursprünglichen Macher am Werk. Ich hatte mir erwartet, dass man noch mal eine Art Levelsammlung bekommt im Stile eine klassischen Addons von früher. Allerdings haben mich die Lieblosigkeit bei der Story und beim Leveldesign doch viel mehr gestört, als ich es anfangs vermutet hätte. Denn das Gameplay in seiner reinen Form wird einfach viel zu schnell zu stumpf um einen über die komplette Spielzeit zu tragen. Bei den Vorgängern gab es stets motive in der Handlung die einen immer weiter vorangetrieben haben und einen so motivierten immer weiter zu spielen. So bleibt Judgment für mich ein kleiner Happen für zwischendurch, auf den ich aber auch gut hätte verzichten können. 

Video


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