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Samstag, 16. August 2014

Summoner 2 - Toms Tagebuch


Hallo Leute und willkommen zu meinem Tagebuch. Diesmal mit einem meiner absoluten Lieblingsspiele für die PlayStation 2, Summoner 2 vom Entwickler Volition. Den Machern der Red Faction und Saints Row Spiele.

Liebe auf den zweiten Blick


Summoner 2 war für mich eine liebe auf den zweiten Blick. Ich hatte mir das Spiel gekauft und gut drei Jahre lang liegen gelassen. Andere Spiele schwirrten einfach mehr in meinem Aufmerksamkeitsgrad herum. Doch zum Ender der PS2 und X-Box Ära, durchforstete ich meine Spielesammlung nach noch nicht durchgespielten Spielen und fand ein nahezu jungfräuliches Summoner 2 auf meinem Pile of Shame. Immerhin schon ausgepackt und auf Memorycard ein Save-Game mit 5 Minuten Spielzeit. Umso überraschter war ich seinerzeit dann mit einem solch hervorragenden Spielerlebnis beglückt zu werden. Mittlerweile spiele ich es zum dritten Mal durch und tatsächlich habe diesmal sogar noch mehr Spaß daran als die Male davor. Da ich die Stärken dieses Titels einfach noch mehr zu schätzen weiß, als damals ohnehin schon.

Das Kampfsystem

Im Spiel verkörpert man Maia die Königin von Halassar. Ihre Aufgabe ist es die Prophezeiung zu erfüllen und ihren Platz als Wiedergeborene Göttin Lahara einzunehmen. Dabei kommt ein Echtzeitkampfsystem zum Einsatz, bei dem man je ein Mitglied der maximal dreiköpfigen Party steuert. Einfache Nahkampfkombos werden schon über mehrmaliges drücken der Quadrattaste ausgelöst. Dennoch bietet das Kampfsystem durchaus taktische tiefe. Nach einer Kombo kann man z.B. einen kurzen Moment nicht angreifen, daher muss im richtigen Moment geblockt werden. Später kommen noch einige Elementarzauber für die einzelnen Charaktere dazu und diverse Status verändernde Zauber wie Schlaf, Stumm etc., da diese Zauber allerdings einige Zeit brauchen, können sie durch Nahkampfattacken unterbrochen werden. Eine homogene Gruppe aus Nahkämpfern und Zauberern ist daher flicht. Gerade im späteren Verlauf kommt es immer wieder vor das die Gegner gegen bestimmte Angriffe Immun sind. Dann muss man Experimentieren um die Effektivste Methode oder auch Gruppenzusammenstellung herauszufinden, mit der sich der Gegner besiegen lässt. Wenn gar nichts mehr geht, kann sich Maia auch noch in vier verschiedene Monster, die namens gebenden Summons, verwandeln und in deren Form weiter kämpfen.

Herausragendes Art-Design

Neben dem flotten Kampfsystem hat das Spiel noch ein ungemein abgefahrenes Design zu bieten. Beginnt das Spiel noch mit einem recht traditionellen Setting, wird es im weiteren Spielverlauf gerade zu surreal. Am Anfang bereist man eine Pirateninsel, den heimischen Palast im Orientstil und ein großes unterirdisches Gefängnis. Doch ab hier wird es immer abgefahrener. Man bereist z.B. den hohen Norden mit vereisten Höhlen, erkundet eine riesige Stadt auf Wasser gebaut mit eigentümlichen Maschinen. Später bereist man dann sogar fremde Dimensionen in denen die Grenze zum Wahnsinn von Seiten der Entwickler bereits übersprungen wurde. In welchem Rollenspiel mit Fantasy-Setting nimmt man z.B. weibliche Cyborgs in seine Party auf, oder schlüpft in die Rolle eines Belagerungsturmes. Auch die Quests sprühen nur so vor Einfallsreichtum. Da müssen unsichtbare Geisteraffen gefunden werden, an einem menschlichen Versuchskaninchen immer neue Tränke ausprobiert werden und man kann einen Laden für Zauberbedarf eröffnen. Mein Highlight ist aber das Anhören von Bittstellern im heimischen Palast. Hier kann man dann richtig schön die Herrscherin raushängen lassen und weit reichende Entscheidungen treffen, die das Volk und einen selbst betreffen. Will man z.B. dem gegnerischen Herrscher gestatten ein gestorbenes Familienmitglied im Königsgrab beerdigen zu lassen, das im eigenen Land liegt, oder nicht. Erst im späteren Spielverlauf erfährt man dann welche Auswirkungen die eine oder andere Entscheidung gehabt haben.

Kleine Nervigkeiten


Es gibt aber auch einige Punkte die selbst damals schon nerven konnten. Das Inventar z.B. listet die verschiedenen Gegenstände nacheinander alphabetisch auf. Will man also die Wiederbeleben Schriftrolle auswählen, muss man sich von A bis W durch die ganze Liste wühlen. Dies kommt im Übrigen häufiger vor als einem lieb ist, da der Schwierigkeitsgrad als gehoben bezeichnet werden darf. Was eine weitere Schwäche zu Tage fördert. Man kann immer abspeichern, nur nicht während eines Kampfes. So kann es vorkommen das man kämpft und kämpft, man kann nicht speichern, dann kommt der Boss-Kampf und man überlebt auch den noch, doch dann landet man anschließend gleich wieder in einem Kampfgebiet und stirbt. Frustalarm und akute Gefahr fürs Gamepad. Dies sind allerdings wirklich nur Kleinigkeiten, in einem ansonsten fantastischen Spiel.

Fazit


Für mich wird Summoner 2 immer eine meiner liebsten Spielerfahrungen sein. Das Setting ist einfach so unheimlich fantasievoll und einfallsreich und die Spielmechanik so originell umgesetzt, dass sich Summoner 2 nur sehr schwer mit anderen Rollenspielen vergleichen lässt. Es eine absolute Spielspaßperle, die es verdient hätte, häufiger in irgendwelchen Klassikerberichten erwähnt zu werden.

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