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Dienstag, 9. Dezember 2014

Black - Toms Rückblick

Hallo Leute, wie immer willkommen zu Toms Rückblick. Heute wieder mit einem Ego-Shooter für die PlayStation 2. Black von Criterion Games, den Machern der Burnout Reihe. Und genau wie Burnout eine besondere Art von Rennspiel ist, nämlich sauschnell und voller Zerstörung, ist auch Black sauschnell und voller Zerstörung.

Daher hält sich Black auch gar nicht lange mit einer Story auf. Tatsächlich kommt hier die gute alte Verhörmethode zum Einsatz, in der der Protagonist von den Einsätzen berichtet und man selbst diese dann als Rückblenden nachspielen kann. Ja wer hats erfunden? Nicht Call of Duty. Ehrlich gesagt habe ich keiner Ahnung mehr worum es genau in Black ging. Man ist in irgendwelchen Ländern unterwegs, um irgendwelche Bösen zu erschießen. Keine Ahnung. War mir beim Spielen aber auch ausnahmsweise mal egal. Da die Prämisse des Spiels, schnelle harte Balleraction, mit zerstörbarer Umgebung, einen einfach voll in seinen Bann zieht. Auch setzt das Spiel dabei nicht auf eine übermäßige Brutalität wie andere Spiele dieser Art.

Und obwohl die Technik des Spiels nicht weniger als absolut beeindruckend auf der PS2 gewesen ist, konnte es nicht mehr so viele Leute hinter dem Ofen vorhohlen, da es einfach zu spät erschienen ist. 2006 war bereits die XBOX 360 erschienen und die PS3 zeigte sich auch schon am Horizont. Für mich war Black daher auch einer der letzten Titel die ich mir aktiv für die PS2 gekauft habe und das auch erst über ein Jahr nach seinem erscheinen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich auch schon einige Next-Gen Ego-Shooter, wie z.B. Prey  oder Bioshock gespielt. Dennoch konnte mich das Technikgerüst mit seiner gnadenlos schnellen Action sofort an das Gamepad fesseln.

Die Steuerung ist hundert Prozent präzise, die Grafik kommt nicht ins stocken, egal wie viel gerade auf dem Bildschirm los ist und die Gegner werden mit zunehmenden Spielverlauf immer härter. Vertragen sie schon zu Beginn mehr als zwei bis drei Kugeln bevor sie das zeitliche segnen, stecken sie später sogar ganze Magazine weg, wenn sie mit kugelsicherer Weste, Helmen und Schildern auf den Spieler zustürmen.
  
Eine weitere Besonderheit ist die Fixierung auf die Nachladeanimationen der Waffen. So ausführlich wurde vielleicht in noch keinem Shooter nachgeladen. Die Umgebung verschwimmt in dem Moment, die Waffe wird extra zentral ins Bild gehalten und es wird genüsslich nachgeladen. Daher gab es nicht wenige Reviews zum Spiel, die das Wort Gun-Porn in den Mund nahmen.


Klar, Black ist kein intellektueller Meilenstein der Videospielgeschichte. Aber das wollte es auch gar nicht sein. Sondern einfach nur ehrliche und schnelle Balleraction. Harte Gegner, zerstörbare Umgebung, knalliger Sound mit brachialen Waffen und keine Selbstheilung. Alle wichtigen Zutaten sind enthalten und schmecken dem Action-Junkie in mir vorzüglich. Selbst heute beim wieder anspielen hat mich das simple Spielprinzip wieder in seinen Bann gezogen. Sich den Raketenwerfer zu schnappen und mal eben einen ganzen Kirchturm in die zu Luft sprengen, ist heute noch genauso befriedigend wie damals. Wirklich schade, dass es keinen Nachfolger zu diesem Spiel auf PS3 und 360 gegeben hat. Damit ist es aber für die alten Fans von PlayStation 2 und XBOX immer noch einen Blick wert und gehört in jede ordentliche Klassiker Sammlung.   


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