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Freitag, 12. Dezember 2014

X-Men Legends - Toms Rückblick

Skript zum Video


Hallo Leute, und wie immer willkommen zu Toms Rückblick, heute mit X-Men Legends in der XBOX Version. Ich selbst bin auf die X-Men durch die legendäre Zeichentrickserie im Samstagmorgen-Programm bei RTL Plus aufmerksam geworden.

Als Spiel bietet X-Men Legends alles was sich der geneigte X-Men Fan wünschen kann. Spielmechanisch handelt es sich um ein Action-Rollenspiel, allerdings mit dem Kniff, dass man mit 4 Kämpfern gleichzeitig in den Kampf ziehen kann. Während des Spiels kann man jederzeit zwischen den Figuren wechseln, der Rest wird durch die KI kontrolliert. Grafisch ist das Spiel solide und nutzt einen Cel-Shading Look der damals ziemlich On Vogue war und zu einer Comic-Umsetzung natürlich hervorragend passt. Neben der Optik bietet die Engine zudem ein paar wirklich nette Feinheiten, die das Gameplay wirklich bereichern. So gibt es viele zerstörbare Objekte und unterschiedliche Höhenstufen in den Levels. Insgesamt kann man sagen, dass das Gameplay durchweg solide ist. Es macht einfach Spaß, sich durch die Levels mit seinen Lieblings-X-Men zu prügeln und alles kurz und klein zu hauen.

Auch das Aufleveln seiner X-Men Truppe macht eine Menge Spaß, da man nach und nach immer coolere Fähigkeiten freischaltet. Dadurch spielt sich Legends auch ziemlich abwechslungsreich, da man zwischen den Figuren jeder Zeit wechseln kann und so stets die unterschiedliches Skill-Sets der Figuren nutzen kann. Manchmal werden die Fähigkeiten sogar für Rätsel in den Levels benötigt, da es Hindernisse gibt, die nur mit bestimmten Fähigkeiten überwunden werden können. Zum Beispiel das herstellen von Eis-Brücken mit Iceman oder das Löschen von Feuer mit Storm. Sogar das Fliegen und das gleiten auf Eis kommt später zum Einsatz. Dadurch kommt das Gefühl einen mächtigen Mutanten zu steuern sehr gut rüber. Meine liebste Mutantenfähigkeit ist und bleibt dabei der Teleportsprung von Nightcrawler.


Der größte Pluspunkt des Spiels ist aber die comicreife Story. Zu Beginn des Spiels will die Bruderschaft, in Form von Mystik und Blob, das Teenagermädchen Allison entführen, die die Fähigkeit besitzt Lava zu kontrollieren. Das können die X-Men natürlich nicht zulassen und so eilt Wolverin zur Rettung. Im weiteren Spielverlauf entwickelt sich hieraus ein episodenhafter Handlungsverlauf der an eine Comicreihe erinnert und einen gut 20 Stunden beschäftigen kann. Der Episoden-Charakter ergibt sich dabei aus dem Levelaufbau. Nach der Rettung können wir als Allison nämlich zuerst einmal in aller Ruhe das Xavier Institut für Begabte frei erkunden. Hier lassen sich durch das Finden von Gegenständen Extras freischalten und man kann viele Hintergrundinformationen über die X-Men erfahren, indem man mit ihnen Gespräche führt. Es lassen sich sogar Bonus-Missionen freischalten, in denen man historische Ereignisse aus der X-Men Historie spielerisch nacherlebt.

So kann man z.B. als Nightcrawler, der einen wunderbaren deutschen Akzent, im ansonsten englischsprachigen Spiel, besitzt, den Angriff der Sentinels erleben. Oder als Wolverin, seinen Ausbruch aus den Weapon-X Laboren nachspielen. Um der Hauptstory zu folgen kann man dann jederzeit zum Computer Terminal im Warroom gehen und einen neuen Einsatz auswählen. Wie in einer mehrteiligen Comicreihe erlebt man so episodenhafte Fragmente der Gesamtgeschichte. Jeder Einsatz ist dann wie eine Ausgabe eines Comics. Dadurch werden die Schauplätze ziemlich abwechslungsreich und zu einer Highlight-Sammlung von X-Men Schauplätzen. So besucht man z.B. Muir Island, die Kanalisation mit den Morlocks oder auch die Astralebene, in der Professor X sogar laufen kann.
    
Wer Action-Rollenspiele allgemein mag kann gerne mal einen Blick auf X-Men Legends werfen, wer Fan der Mutanten ist, der muss das Spiel eigentlich sein eigen nennen. Weil das Spiel im Grunde einen einzigen Fanservice darstellt. Ausführliche Hintergrundinformationen zu vielen X-Men, Comiccover und Anspielungen für eingeweihte. So findet man im Zimmer von Wolverine z.B. ein Samurai Schwert.



Eine Anekdote dich ich mit dem Spiel verbinde ist leider eine nicht ganz so schöne Erinnerung. Bei meiner jetzigen XBOX handelt es sich nämlich leider nicht um mein erstes Modell. Denn gerade als ich X-Men Legends gespielt habe, ist mir das Laufwerk der Konsole kaputt gegangen. Die Festplatte konnte man damals noch nicht einfach so tauschen und zur nächsten Konsole mitnehmen. Also dachte ich mir OK. Kaufst du dir halt eine Memory Card und kopierst deine Spielstände auf die neue Konsole, die ich mir dann natürlich gekauft habe. Leider lassen sich aber nicht alle Spielstände auf eine Memory Card speichern. Und natürlich ließen sich ausgerechnet Spielstände von Legends nicht kopieren. Da ich aber unbedingt wissen wollte wie das Spiel ausgeht, habe ich noch mal von vorne angefangen. Was ich zu dem Zeitpunkt nicht wusste, ich war bereits im vorletzten Level gewesen. Somit habe ich Legends damals im Grund zweimal hintereinander durchgespielt. Und ein Durchgang dauert wirklich lange. Knapp 15 bis 20 Stunden ist man schon dabei, vor allem wenn man sich viel umschaut, Bonus-Missionen spielt und die Extras freischaltet. Ich habe es allerdings zu keiner Zeit bereut, denn beide Durchgänge waren ein richtig tolles Spielerlebnis.     

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